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Nivellierinstrument 

engl.: Levelling instrument
Themengebiet: Vermessung, Geodäsie

Bedeutung:
Instrument zum Messen von Höhenunterschieden mit Hilfe horizontaler Ziellinien. Hauptbestandteile sind ein um eine Stehachse drehbares Fernrohr und Einrichtungen zum Horizontieren der Ziellinie. Es kann mit einem Horizontalkreis und/oder einem Planplattenmikrometer ausgerüstet sein. Mit ihm werden Nivellements über größere Entfernungen durchgeführt. Es besteht aus einem Fernrohr, das sich auf einem Unterbau um eine zum Fernrohr senkrecht stehende Achse (Stehachse) drehen lässt. Das Nivellierinstrument wird mit einer Schraube auf einem höhenverstellbaren Dreibeinstativ befestigt und standsicher und möglichst erschütterungsfrei aufgestellt. Mithilfe der Fußschrauben wird die Dosenlibelle eingestellt. Dadurch stellt sich die Zielachse des Fernrohres selbsttätig waagerecht. Die Höhenmessung beginnt sodann auf einem festen Punkt, Höhenbolzen oder Pflock, dessen Höhe bekannt ist. Auf diesem Punkt wird die Nivellierlatte senkrecht aufgehalten. Vor der ersten Lattenablesung mit dem Nivellierinstrument wird das Strichkreuz im Fernrohr durch Drehen am Okular scharf eingestellt. An der Fokussierschraube des Fernrohres wird gedreht, bis das Bild der Latte deutlich zu sehen ist. Der Betrag der ersten Lattenablesung ("Rückwärts-Ablesung") wird mit der Höhe des Festpunktes (Höhenbolzen) zusammengezählt und ergibt die sog. Visur-Höhe. Dann wird die Nivellierlatte auf dem Pflock aufgestellt, dessen Höhe bestimmt werden soll. Nach Drehung des Fernrohres erfolgt nun die 2. Ablesung. Wird diese Vorwärtsablesung von der errechneten Visur-Höhe abgezogen, so erhält man den Höhenunterschied zwischen den beiden Punkten.

Quellen:
Peter, N. Lexikon der Bautechnik 10.000 Begriffsbestimmungen, Erläuterungen und Abkürzungen
Deutsches Institut für Normung e.V. - Normen und Regelwerke

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 19.09.2002



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