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Lentikularlinsentechnik 

engl.: Lenticular lenses method
Themengebiet: Computergraphik
Photogrammetrie

Bedeutung:
Eine andere analoge Methode zur Stereobetrachtung ist die Lentikularlinsentechnik. Mit diesem Verfahren können True-3D-Visualisierungen erzeugt werden. True-3D bedeutet, dass keine Hilfsmittel nötig sind, um den räumlichen Eindruck wahrzunehmen. Bei der Lentikularlinsentechnik werden Bilder aus verschiedenen Winkeln aufgenommen und mit Hilfe eines komplexen Verfahrens in schmalen Streifen so ineinander verschachtelt, das nach dem Aufbringen einer Folie bestehend aus länglichen Linsen (Lentikularlinsen), für jedes Auge nur jeweils die Streifen eines Bildes sichtbar sind. Die Schwierigkeit besteht in der Anordnung der Streifen und der exakten Positionierung der Linsenfolie. Sind mehrere Streifen gleichzeitig sichtbar bzw. gehören die sichtbaren Streifen zu unterschiedlichen Aufnahmen verschwimmt die Darstellung.
Für die Kartographie erschließen sich mit der Lentikularlinsentechnik neue Anwendungsgebiete. In erster Linie wird die Darstellung des Reliefs sehr anschaulich. Aber auch die Herstellung mehrsprachiger Karten ist möglich, indem die Beschriftung für verschiedene Betrachtungswinkel verändert wird. Es können auch verschiedene Aufnahmen miteinander kombiniert werden, so dass z.B. zeitliche Veränderungen (in begrenztem Umfang) dargestellt werden können. Ebenso ist die Darstellung von Details durch vergrößerte Kartenausschnitte, die nur aus bestimmten Betrachtungswinkeln sichtbar sind, möglich.

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 10.10.2007



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