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Cache 

dt.: Zwischenspeicher
Themengebiet: Allgemeine Informatik

Bedeutung:
Vom französischen Wort cache = Versteck. Ganz allgemein die Bezeichnung eines Zwischenspeichers, der zwischen zwei verschiedenen Speichersystemen angesiedelt ist und die Transfers zwischen ihnen beschleunigt bzw. vermindert. Anwendungsfelder sind:
- Caches in Mikroprozessoren als sehr schnelle Zwischenspeicher mit niedrigen Zugriffszeiten (< 30 ns) auf Basis von SRAM-Technik, die in der Speicherhierarchie zwischen Registern der CPU und dem RAM als Arbeitsspeicher angesiedelt sind.
- Im Internet die Bezeichnung für Proxy-Server, in den die von den Nutzern oft verlangten Seiten geladen werden, um die Anforderung von den eigentlichen Servern zu verhindern.
- Bei vielen Peripheriegeräten, z.B. Festplatten, von PC's die Bezeichnung für Zwischenspeicher der Geräte selbst, die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den üblicherweise langsamen Geräten und dem schnellen RAM des Rechners ausgleichen.

Es gibt mehrere Cache-Arten:
- solche, die Daten aus dem Arbeitsspeicher in CPU-Nähe (im First- oder Second-Level-Cache) puffern
- solche, die Daten von der Festplatte im Arbeitsspeicher zwischenlagern (z.B. Smartdrive bzw. smartdrv.exe), oder Daten vom langsamen CD-ROM-Laufwerk auf der Festplatte "cachen".
Der Festplatten-Cache puffert hardwareseitig Schreib- und Lesezugriffe. Da die Algorithmen unterschiedlich effektiv arbeiten, steigert ein größerer Cache nicht zwangsläufig das Plattentempo.
Werden die im Cache befindlichen Daten erneut benötigt, tritt die beschleunigende Wirkung des Cache voll zu Tage, da diese nicht mehr von dem langsameren Medium geholt werden müssen.

Im World Wide Web gibt es ähnliche Mechanismen:
- Daten, die von entfernten und/oder belasteten Servern lange Wege gehen müssen (z.B. von www.microsoft.com), werden beim Provider (z.B. bei T-Online) im Puffer eines Proxy-Servers gecachet. So müssen sie nicht jedesmal über das Internet geladen werden.
- Alle geladen Daten werden lokal auf der Festplatte des Internet-Nutzers gepuffert, so daß beispielsweise die Startseiten des Provider nur noch im Bedarfsfall durch die Telefonleitung geladen werden müssen.

Quellen:
Klußmann, N. Lexikon der Kommunikations- und Informationstechnik Telekommunikation - Datenkommunikation - Multimedia - Internet

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 18.10.2002



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