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Digitalisierung 

engl.: Digitizing
Themengebiet: Allgemeine Informatik

Bedeutung:
1. In der Technik der allgemeine Begriff für die Umwandlung eines analogen in ein digitales Signal. Oft auch mit A/D-Wandlung bezeichnet.

2. Unter Digitalisierung versteht man in der Telekommunikation den Übergang von der analogen, oft noch elektromechanischen Übertragungs- und Vermittlungstechnik hin zu digitaler Übertragungs- und Vermittlungstechnik. Grundsätzliche Vorteile digitaler Bauteile und Systeme, sowohl bei der Vermittlungs- als auch der Übertragungstechnik, sind:
- Energieersparnis.
- Geringer bis sehr geringer Platzbedarf.
- Hoher Automatisierungsgrad.
- Geringerer Wartungsaufwand.
- Hoher Standardisierungsgrad.
- Kostengünstigere Bauteile.
- Durch programmierbare Bauteile größere funktionale Flexibilität.
Vorteile der digitalen Technologie bei der Datenübertragung zwischen den Vermittlungen sind:
- Hohe Übertragungsqualität durch die Möglichkeit der Fehlererkennung und Fehlerkorrektur.
- Hoher Datenschutz durch Verschlüsselungsmöglichkeiten.
- Hohe Übertragungskapazität durch bessere Ressourcenausnutzung von Frequenzen und der Zeitdimension.
- Möglichkeit der Einrichtung von leistungsfähigen und zentralen Netzmanagementsystemen.
Vorteile, speziell der digitalen Vermittlungstechnik, sind:
- Schneller Verbindungsaufbau.
- Leistungsfähigere weil größere Vermittlungen.
- Gleichzeitig räumlich wesentlich kleinere Vermittlungen.
- Integration von Sprach und Datenverkehr hin zu multimedialen Systemen.
- Schnelle und kostengünstige Einführbarkeit neuer Dienste und Dienstmerkmale.
Das Fernsprechnetz war zunächst ein analoges Netz. Erste digitale Übertragungsstrecken im Fernbereich für PCM-Übertragung wurden kupferkabelgebunden bereits 1973 eingesetzt (in großem Umfang ab 1975).

3. In der Medienbranche wird unter Digitalisierung üblicherweise die Umwandlung von traditionellen, analogen Medien (gedruckter Text oder gedrucktes Bild auf Papier, laufender Film auf einem 35mm-Film, analoge Tonaufzeichnung auf einem herkömmlichen Tonband) in eine digital gespeicherte, d.h. codierte Form bezeichnet. Dabei geht der Trend dahin, derartige Medien an ihrer Quelle, also möglichst nahe an ihrer Erzeugung/Entstehung/ Produktion, bereits digital codiert vorzuhalten, so dass eine analoge Form zur Nutzung durch einen späteren Verwender/Konsumenten nur noch eine mögliche Verwendungsform unter mehreren ist.

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 05.08.2002



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