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Landinformationssystem (LIS) 

engl.: Land information system
Themengebiet: Geo-Informationssysteme
Liegenschaftswesen

Basisapplikation für Katasterdaten in einem LIS  (Quelle SICAD Geomatics)  
Basisapplikation für Katasterdaten in einem LIS (Quelle SICAD Geomatics)
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Bedeutung:
Ein Landinformationssystem ist ein Instrument zur Entscheidungsfindung in Recht, Verwaltung und Wirtschaft sowie ein Hilfsmittel für Planung und Entwicklung. Es besteht einerseits aus einer Datensammlung, welche auf Grund und Boden bezogene Daten einer bestimmten Region enthält, andererseits aus Verfahren und Methoden für die systematische Erfassung, Aktualisierung, Verarbeitung und Umsetzung dieser Daten. Die Grundlage eines LIS bildet ein einheitliches, räumliches Bezugssystem für die gespeicherten Daten, welches auch eine Verknüpfung der im System gespeicherten Daten mit anderen raumbezogenen Daten erleichtert.
LIS stellen eine besondere Ausprägung von Geo-Informationssystemen dar. Sie werden i.d.R. von Vermessungsbehörden aufgebaut und geführt, wobei sie sich in erster Linie auf die vermessungstechnische Abbildung der Erdoberfläche in der Form von digitalen Karten und Eigentumsnachweisen beziehen. In der Bundesrepublik gehören die Vorhaben ALK, ALB (zukünftig in ALKIS kombiniert) sowie ATKIS in diesen Bereich. Diese Vorhaben stellen Geobasisdaten zu Liegenschaften und zur Topographie für andere Fachanwendungen bereit.

Quellen:
Kloos, H.W. Landinformationssysteme in der öffentlichen Verwaltung Ein Handbuch der Nutzung grundstücks und raumbezogener Datensammlungen für Umweltschutz, Städtebau, Raumordnung und Statistik

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 18.09.2002



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