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Geosensornetzwerke (GSN) 

engl.: Geo sensor network
Themengebiet: Elektronische Systeme

Bedeutung:
Spielt in einem drahtlosen Sensornetzwerk die Position eine wichtige Rolle, so spricht man von einem Geosensornetzwerk (GSN). Damit ist es dann möglich, die Sensordaten ortsbezogen attributieren zu können. GSN sind eine spezielle Ausprägung von DSN, wobei der Übergang fließend ist. Drahtlose ad hoc Geosensornetzwerke bestehen aus hunderten bis zehntausenden winzigen elektronischen kostengünstigen Geräten (Sensorknoten), die ihre Umgebung überwachen, einfache Rechenschritte ausführen und miteinander kommunizieren können. Bei den ermittelten Informationen kann es sich z.B. um Temperatur, Luft- oder Bodenfeuchte handeln. Diese Messwerte werden dann über die direkten Nachbarn zu einer Datensenke (z.B. einem leistungsfähigen Rechner) gesendet, auf der die Daten ausgewertet werden. Das Sensornetzwerk konfiguriert sich unmittelbar nach Ausbringung der Knoten selbst. Jeder einzelne Knoten ist in der Lage, bei Bedarf angestossen zu werden und solange zu arbeiten, wie seine Energiequelle ausreicht. Mittels Methoden wie Selbstheilung und Selbstorganisierung reagiert das Netzwerk auf Knotenausfälle und Störungen.
Als skalierbares und verteiltes System erlauben Geosensornetzwerke die automatisierte und großräumige Erfassung von Umweltphänomenen in unterschiedlichsten Umgebungen, z.B. auch schwer zugänglichen Regionen und bei sich bewegenden Objekten.
Geosensornetzwerke sind zukünfig als interessante Datengewinnungsmethoden für GIS-Anwendungen zu betrachten. Sie ermöglichen z.B. die rechtzeitige Detektierung von Waldbränden, die Überwachung von abrutschungsgefährdeten Hanglagen und die Datengewinnung für die Teilflächenbewirtschaftung ('Precision Farming'). In allen diesen Anwendungsgebieten werden umfangreiche Daten gewonnen und mit aufwändigen Auswertealgorithmen in Geo-Informationssystemen analysiert.

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 12.08.2010



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