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Genauigkeit der Geländeaufnahme 

engl.: Accuracy of terrain surveying
Themengebiet: Topographie
Vermessung, Geodäsie

Bedeutung:
Die Genauigkeit der Geländeaufnahme wird durch zwei Faktoren bestimmt:
- Die Definierbarkeit der Geländeoberfläche (Bodenrauhigkeit) begrenzt unabhängig vom Aufnahmeverfahren die Höhengenauigkeit. Auf einer glatten Oberfläche (Straße, befestigter Weg u.ä.) kann diese mit ± 1 - 2 cm angenommen werden. Auf natürlichen und bewirtschafteten Flächen (Waldboden, Sandflächen, Acker, Grünland u. ä.) ist die Oberfläche mehr oder weniger ausgeprägt uneben und weist kleinere unregelmäßige Erhebungen und Vertiefungen (Beulen und Dellen) in einer Größenordnung von ± 1 - 2 dm in der Höhe auf. Hinzu kommen Einflüsse durch die bodennahe Vegetation. Diese lokalen Unebenheiten zu erfassen ist weder sinnvoll noch möglich, zumal bewirtschaftete Flächen auch häufigen Veränderungen unterliegen.
- Unabhängig von der Bodenrauhigkeit ist die durch ein bestimmtes Aufnahmeverfahren erreichbare Höhengenauigkeit instrumentell bzw. verfahrenstechnisch bedingt. Die höchste Genauigkeit von etwa ± 1 - 2 cm für Einzelpunkte ist durch die Tachymetrie erzielbar, welche allerdings nur in Sonderfällen angestrebt werden dürfte. Die durch Luftbildmessung, Aero-Laserscanning und Radar-Interferometrie erzielbare Genauigkeit liegt im Bereich der Bodenrauhigkeit. Die Fehlergrenzen für amtliche Produkte (z. B. für das Basis-Landschaftsmodell) tragen diesem Umstand insofern Rechnung, dass schon aus wirtschaftlichen Überlegungen von übertriebenen Genauigkeitsanforderungen abgesehen wird.

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 21.05.2011



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