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EDBS 

engl.: Unique data base interface
dt.: Einheitliche Datenbankschnittstelle
Themengebiet: Vermessung, Geodäsie

Bedeutung:
Die EDBS ist ein von der AdV in den 70 er Jahren definierter deutscher Standard zum Austausch von ALK- und/oder ATKIS-Daten einschließlich Differenz-Update und Sekundärnachweis. Zukünftig durch NAS abgelöst. Die EDBS war ursprünglich nur für den ALK-Datenaustausch zwischen dem ALK-Datenbankteil und dem ALK-Verarbeitungsteil gedacht. Ihre Bedeutung hat sich im Laufe der Zeit allerdings zu dem
deutschen defacto-Standardaustauschformat gewandelt.
Die EDBS legt das Format und den fachlichen Inhalt des Datenaustausches fest
und bildet die hierarchische Objektstruktur der ALK-Datenbank in eine lineare Satzstruktur ab. Aus den Festlegungen der ALK resultieren Anforderungen an das Objektverständnis, an die Geometrieabbildung, an die Signaturendefinition, an die Beschriftung, an die Verknüpfungselemente und an die Funktionalität der Verarbeitungssysteme. Die EDBS ist einer der wenigen Standards, die auch die Übertragung von reinen Update-Daten gestattet.
Die Grundeinheit des Datenaustausches ist der EDBS-Auftrag (Ein/Aus), der aus
fachlich zusammengehörigen einzelnen EDBS-Sätzen besteht. Jeder EDBS-Satz besteht aus den 7 Parametern Satzart, Satzlänge, Operationsschlüssel, Quittungsschlüssel,
Informationsname, Informationsinhalt und Suchkriterium. Ein EDBS-Satz kann
maximal 2.000 Zeichen lang sein. Die EDBS-Sätze werden in einer sequentiellen
Datei abgelegt. Die Verarbeitungssysteme benötigen einen EDBS-Umsetzer, der
einen EDBS-Auftrag erzeugen bzw. interpretieren kann.

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 05.08.2002



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