zur Institutsseite   
Geoinformatik-Service

Lexikon | Wörterbuch | Vorlesung | Links | Produkte | Literatur | Ausbildung | Schriften

 zur Universitätsseite
 

Festplatte 

engl.: Hard Disk
Themengebiet: Allgemeine Informatik

Bedeutung:
Verbreitetste Form der Magnetplatte, die fest in einem Rechner oder Gehäuse eingebaut ist. Sie stellt den Sekundärspeicherbereich dar. Heutige Speicherkapazitäten liegen bei etwa 40 GByte. Die Laufwerke der Festplatten sind in ihrer Baugröße normiert, so dass man sie leicht auswechseln und bei Bedarf durch eine Platte mit größerer Kapazität und/oder schnellerem Zugriff ersetzen kann. Sie wird über einen Controller (z.B. ESDI, IDE, SCSI) angesteuert. Sie arbeiten mit einem magnetischen Aufzeichnungsverfahren und lassen sich beliebig oft beschreiben und lesen. Festplatten werden nach Kapazität, Speicherbus-Schnittstelle und Formfaktor unterschieden. Dazu kommen Leistungsmerkmale wie Umdrehungsgeschwindigkeit und Zugriffszeiten.
Neben der Geschwindigkeit des Prozessors selbst und natürlich auch der Grösse des Hauptspeichers ist die Leistungsfähigkeit des Massenspeichers der wichtigste Faktor für die Reaktionszeiten des Rechners. Die Daten, die von der Festplatte übertragen werden, müssen auch an einem Stück in den Hauptspeicher passen, sonst muss nachgeladen werden. Mit der zunehmenden Datenmenge, die über den Bus übertragen wird, sollte auch der Hauptspeicher angepasst werden. Die Performance wird in erster Linie durch die Zugriffszeit auf die Daten und sekundär auch durch die Datenübertragungsrate bestimmt. Die Zugriffszeit errechnet sich aus der Zeit für mehrere einzelne, nacheinander ablaufende Vorgänge.
Massenspeicher verdoppeln ihre Kapazität nur etwa alle zwei Jahre, die Positionierzeit halbiert sich gar nur alle sieben Jahre. Plattenlaufwerke hinken also immer mehr der Technologiekurve der CPUs hinterher. Man benötigt deshalb Techniken, die es auf Basis der sich langsamer entwickelnden Plattentechnologie dennoch schaffen, mit der Prozessorgeschwindigkeit und dem Datenhunger der heutigen Systeme Schritt zu halten - durch erhöhte Zugriffsgeschwindigkeit und erhöhte Kapazität. Typische MTBF-Zeiten (MTBF = Mean Time Between Failure = durchschnittliche Zeit zwischen zwei Ausfällen) von Laufwerken liegen heute bei über 500.000 Stunden. Bei 100 Laufwerken an einem Rechner muss man mit einem Ausfall pro Halbjahr rechnen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Zuverlässigkeit der Laufwerke in den nächsten Jahren weiter steigt, ist dieser Zustand nicht tragbar. Es werden also Systeme benötigt, die ausfallsicher sind. Um grosse Datenmengen zu verwalten, die über die Kapazität einer Festplatte hinausgehen und um erhöhte Ausfallsicherheit zu gewährleisten, werden Festplatten zu RAIDs zusammengefasst.

Quellen:
Schulze, H. H. PC-Lexikon Fachbegriffe schlüssig erklärt

Zum Begriff:
Korrekturen/Ergänzungen schreiben
Letzte Änderung: 07.08.2003



zurück nach obenProfessur für Geodäsie und Geoinformatik (GG) AUF Universität Rostock
© 2001-2016 GG - All Rights Reserved - Kontakt - Webmaster