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Berater 

engl.: Consultant
Themengebiet: Projektmanagement

Bedeutung:
Mögliches externes Mitglied im Projektteam bei den Projektphasen der GIS-Einführung im Unternehmen. Ein Berater führt mit dem Projektteam des Unternehmens das Auswahl- und Implementationsverfahren durch. Er kann auch nur als Moderator auftreten. Ein GIS-Berater sollte unter anderem folgende Eigenschaften besitzen:
- Absolute Unabhängigkeit: Der Berater soll neutral und anbieterunabhängig sein, er sollte also kein Produktvertreter sein. Dennoch kann (und sollte) er über Erfahrungen mit speziellen GIS-Produkten in seinem Unternehmen verfügen, d.h. er sollte sie durchaus auch im Einsatz haben. Eine Gratwanderung, die oftmals schiefgeht und zum Verlust der Unabhängigkeit eines Beratungsunternehmens führt.
- Fachkompetenz im GIS-Produkt- und GIS-Anwendungsmarkt: Der Berater sollte langjährige GIS-Erfahrungen einbringen, da nur so Produkte und ihre Entwicklungen einschätzbar sind. Er sollte den GIS-Markt und die gängigen am Markt verfügbaren Produkte kennen. Er sollte weiterhin die kommenden Entwicklungen absehen. Gute Kenntnisse der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von GIS sind ebenfalls Voraussetzung.
- Fachkompetenz im GIS-Evaluations- und Implementationsprozess: Der Berater sollte genügend Erfahrungen des Evaluations- und Implementationsprozesses einbringen können. Er sollte Referenzen haben und über Materialien (Checklisten, Daten- und Prozessmodelle, Wirtschaftlichkeitsberechnungen usw.) zum Phasenkonzept verfügen.
- Teamfähigkeit: Der Berater ist Mitglied eines Teams, eventuell in verschiedenen Rollen. Dominanz ist hier nicht gefragt, sondern Passfähigkeit. Ein guter Moderator ist eher gefragt als ein Gutachter. Das Expertenteam soll die Chance zum Wissenserwerb haben. Es muss hinter der Entscheidung stehen, denn es oder seine Mitarbeiter müssen den Prozess später auch umsetzen, nachdem sich der Berater verabschiedet hat.
- Lernfähigkeit: Kein Berater kann alle GIS-Anwendungsfelder kennen. Kein Berater kennt sämtliche Organisationsstrukturen, Firmenabläufe und Produktpaletten von Unternehmen. Daher muss er in der Lage sein, sich relativ schnell in neue Gebiete einarbeiten zu können, um so die Nutzeranforderungen zu verstehen.
Nicht umsonst stehen in dieser Anforderungsliste Fachkompetenz und persönliche Eigenschaften des Beraters im Vordergrund, denn dies sind mithin die Garanten für einen erfolgreichen Auswahlprozess.

Quellen:
Behr, F.-J. Strategisches GIS-Management

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 15.06.2001



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