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Kosten-Nutzen-Analyse 

engl.: Cost-benefit analysis
Themengebiet: Projektmanagement

Bedeutung:
Unmittelbar nach dem GIS-Benchmark und der Angebotseinholung sind die Kosten und der ökonomische Nutzen der GIS-Technologie genauer abschätzbar. Drei wesentliche Faktoren bestimmen die Kosten im GIS Bereich :
- die Kosten der Hardware,
- die Kosten der Software und
- die Kosten der Daten.
Während die Kosten der Hardware und Software relativ einfach aus den Angeboten der Hersteller erfragt werden können, sind die Kosten der Daten (von der Ersterfassung über die Verwaltung und Fortführung bis zur vielfältigen Nutzung) sicherlich wesentlich schlechter erfaßbar. Die GIS-Kosten von der Evaluation bis zur Produktion beinhalten u.a. :
- Die Machbarkeitsstudie (Bestandsaufnahme und Anforderungskatalog, Vorbereitung einer Ausschreibung, Erarbeiten eines Benchmarks, Pilotstudie usw.).
- Die Hardware (Arbeitsplatzrechner, Netz, Peripherie) und deren Installation (Baumaßnahmen), Pflege, Wartung und Erweiterung. Spätestens nach einem Jahr erfolgreichem Einsatz wird die Anschaffung weiterer Arbeitsplätze, die Speicherplatzerweiterung, mehr Peripherie, bessere Performance, Erneuerungen der Hardware zur Debatte stehen.
- Die Software von der Beschaffung und Installation, Pflege, Wartung bis zur Erweiterung. Hier gilt ähnliches wie zur Hardware.
- Die Daten von der Gewinnung, deren Pflege und Wartung, die Fortführung bis zur Archivierung,
- Das Training und die Mitarbeiterschulung.
- Die eigenen Softwareentwicklungen z.B. Makros oder Schnittstellen zu hauseigenen Produkten.
- Der interne Support der Nutzer.
- Die Betreibungskosten des GIS wie z.B. Gehälter.
- Die Kosten der Erfassung und Administration zur Erledigung der täglichen Aufgaben auch ohne GIS.
Diesen Kosten gegenüber ist der Nutzen durch die Investition in den GIS-Bereich zu setzen. Als Nutzen ist z.B. anzusehen:
- die rationellere und bessere Erstellung der bisherigen Produkte oder Dienstleistungen,
- die höhere Produktionsrate, d.h. es können jetzt mehr der bisherigen Produkte oder Dienstleistungen geboten werden und
- die Ermöglichung von neuen Produkten oder Dienstleistungen, also die Erweiterung des Angebots.
Dieser GIS-Nutzen mißt sich in Zeiteinsparungen bei Kartenerzeugung und Updates und bei der Verwaltung der Anlagen, Vermeidung von Doppelarbeiten und Fehlern, durch bessere Wartung und Pflege und geringere Administration. Weiterhin können bessere Standards und höhere Genauigkeiten, aktuellere, schneller erhältliche und mehr Informationen gewonnen werden. Analysen, die bisher nur schwer oder gar nicht möglich waren, sind nun machbar und unterstützen bei Planungen, Entscheidungsfindungen und beim Verstehen komplexer Zusammenhänge. Die bessere Einbindung in die bestehende Organisation sowohl EDV-technisch als auch organisatorisch und von den Arbeitsabläufen ist ein weiterer Nutzen. Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Siehe auch:
Phasenkonzept

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 18.09.2002



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