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Wissensrepräsentation 

engl.: Knowledge representation
Themengebiet: Allgemeine Informatik

Bedeutung:
Den Begriff ist definiert als das Aufschreiben von Symbolen (Repräsentationsstrukturen), die in einer erkennbaren Weise einem Ausschnitt einer zu repräsentierenden Welt entsprechen. Das Aufschreiben dieser Strukturen ergibt erst dann eine Repräsentation, wenn weiterhin eine Interpretationsvorschrift vorliegt, die mindestens die Formulierung und Auswertung von Anfragen auf diesen Strukturen zulässt. Eine Wissensrepräsentation steht somit stellvertretend für eine Menge von Sachverhalten - die repräsentierte Welt - und ist damit ein Modell für diese Welt. Die Wissensbasis beinhaltet das vom System benutzte Wissen, welches explizit codiert ist und damit nicht implizit im Programmcode versteckt ist. Durch diese explizite Codierung wird das Wissen austauschbar, erweiter- und modifizierbar ohne Änderung des Programmcodes. Die Wissenbasis besteht aus Informationen über Objekte und Regeln. Ein Objekt beschreibt dabei ein Phänomen, das durch eine Menge anwendbarer Regeln und Attribute definiert ist. Die Regeln definieren die Operationen, die mit oder von einem Objekt durchgeführt werden können, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Attribute spezifizieren die Eigenschaften eines Objektes näher. Je nachdem, ob die Wissensbasis stärker durch den Informationstyp Objekt oder Regel beschrieben wird, spricht man von objektzentrierten oder regelbasierten Systemen.
Untergeordnete Begriffe:
Produktionsregeln

Quellen:
Bill, R. Grundlagen der Geo-Informationssysteme Band 2. Analysen, Anwendungen und Neue Entwicklungen

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 15.07.2001



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