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SPOT 


Themengebiet: Fernerkundung

SPOT-Aufnahme des Münchner Ostens. Copyright SPOT-Image  
SPOT-Aufnahme des Münchner Ostens. Copyright SPOT-Image
Bedeutung:
(System Probatoire d'Observation de la Terre) Eine Serie von Fernerkundungssatelliten, deren erster (SPOT 01) im Februar 1986 von Frankreich in die Umlaufbahn gebracht und mit SPOT 02, SPOT 03 (22.01.1990), SPOT 04 (ab 1998) und SPOT 5 (gestartet Mai 2002) erweitert wurde. Das SPOT-System erfasst auf einer polaren, sonnensynchronen Bahn aus etwa 800 km Höhe Streifen der Erdoberfläche, die zu Szenen a 60*80km zusammengesetzt sind. SPOT verfügt über verschiedene Sensoren:
- einerseits einen im panchromatischen Bereich (PC oder P-Modus) mit einem Spektralbereich von 0.51 bis 0.73 Mikrometer und einer Bodenauflösung von 10m (SPOT 5 jetzt 2.5 bzw. 5m),
- andererseits drei multispektrale Kanäle (MS oder XS-Modus) (0.5-0.59, 0.61-0.68, 0.79-0.89 Mikrometer) mit einer Bodenauflösung von 20m (SPOT 5 jetzt 10m).
Im SPOT werden zwei digitale Zeilenabtaster, sogenannte optisch-elektronische Scanner, eingesetzt. Die beiden Sensoren können entweder parallel einen 117 km breiten Streifen oder durch einen schwenkbaren Spiegel mit +- 27 Grad Neigung ein Gebiet aufzeichnen. Die normale Repetitionsrate beträgt 26 Tage, d.h. der Sensor zeichnet alle 26 Tage denselben Gebietsausschnitt auf, womit über den Jahresverlauf auch multispektrale Auswertungen möglich werden. Wie alle Sensoren, die im optischen Bereich des elektromagnetischen Spektrums aufzeichnen, gilt dies nur bei Sichtbedingungen, also wenn keine Wolkenbedeckung in der Atmosphäre vorhanden ist.
SPOT-Produkte werden von nationalen Vertriebsstellen wie der GAF in unterschiedlichsten Prozessierungsleveln angeboten.
Übergeordnete Begriffe:
Fernerkundungsdaten
Untergeordnete Begriffe:
Satellitenbild

Internetverweise:
ISIS - Intelligent Satellite Data Information System

Zum Begriff:
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Letzte Änderung: 05.01.2004



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